Home

Karriere-News

Umfrage zu Stelleninseraten (0)

Bewerber ärgern sich über Anzeigen-Blabla

16.02.2018, 07:11

Schlechte Stellenanzeigen schrecken Bewerber ab. Eine Studie zeigt, worüber sich Jobsuchende besonders ärgern.

Skepsis ist angebracht: Unternehmen sollten bei Stellenanzeigen realistischer sein.
Foto: Getty Images

Da werden endlos lange Anzeigentexte verfasst, versprechen lachende Models fröhliches Arbeiten. Und die Bewerber? Winken ab. Rund 73 Prozent der Bewerber haben sich schon mal nicht auf einen Job beworben, weil die Annonce zu schlecht war, so eine Umfrage des Recruiting-Software-Herstellers Softgarden. Uneingeschränkt vertrauen nur 15,6 Prozent der befragten Bewerber den Aussagen in Stellenanzeigen. 42 Prozent machen die Erfahrung, dass die Jobrealität nicht hält, was die Stellenausschreibung verspricht, und Verhältnisse schöngeredet würden.

Überraschend: Die immer wieder totgesagten klassischen Stellenanzeigen sind immer noch gefragt. Bei ihrer letzten Jobsuche hätten sich Bewerber im Schnitt 30 Inserate angesehen. Nur 15,6 Prozent finden gedruckte Stellenanzeigen überflüssig. Dabei achten Bewerber am meisten auf die Jobbeschreibung, die für rund 71 Prozent der wichtigste Treiber für eine Bewerbung sei. Entscheidend sei der Text. Bilder finden lediglich 5,8 Prozent wichtig.

Dabei würden Stellenanzeigen von vielen Teilnehmern als lieblos oder unprofessionell getextet empfunden. „Beim Lesen schlafen einem die Augen ein“, war ein Kommentar. Auf die Frage, wie künftig eine „ideale Stellenanzeige“ aussehen würde, gehe es Bewerbern nicht vorrangig um ein multimediales Feuerwerk. Vielmehr wünscht man sich präzise und plastische Informationen, mehr Nähe zu Bewerbern, Informationen zum Gehalt sowie die Möglichkeit zur Interaktion. „Unternehmen sollten in Stellenanzeigen mehr Transparenz und Realismus wagen“, fasst Christian Baier von Softgarden zusammen. (ES)

0 Leser-Kommentare

Google Xing
Vorherige Nächste