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Blog zum fvw Workshop auf Rhodos (0)

Höhenflüge in Hellas

von Klaus Hildebrandt, 01.11.2017, 14:57

Griechenland erwartet 2017 ein Rekordjahr im Tourismus und könnte auch nächsten Sommer wieder ein Gewinner sein. Doch damit sind nicht alle Probleme gelöst, meint Klaus Hildebrandt nach dem fvw Workshop auf Rhodos.

fvw-Chefredakteur Klaus Hildebrandt
Foto: fvw

Es hatte in den vergangenen Jahren teilweise Züge einer griechischen Tragödie, wenn wir mit Reisebüros und Veranstaltern das Land besuchten. 2012 veranstalteten wir auf dem Höhepunkt der deutsch-griechischen Vertrauenskrise einen fvw Workshop in Athen, im vergangenen Sommer auf Kos, das immer noch unter den Imagefolgen der Flüchtlingskrise litt. Jetzt auf Rhodos war vieles anders. Hoteliers und Veranstalter haben sowohl auf Rhodos als im gesamten Land ein glänzendes Jahr hinter sich. Dabei hilft neben allen Produktverbesserungen und der Schönheit des Landes die allgemeine Weltlage: „Es gibt immer noch viele Kunden, die gleich zu Beginn des Gesprächs sagen: Bitte keine Türkei und kein Nordafrika“, sagte eine Expedientin.

Doch ausruhen können sich sowohl die griechischen als auch die deutschen Touristiker nicht. Die Hoteliers nutzen die gute Saison und den hervorragenden Ausblick für 2018, um zu renovieren und auch wieder in Neubauten zu investieren. Das verschärft die Konkurrenz. Die Veranstalter ringen um begehrte Betten in der Hochsaison. Und die Fremdenverkehrsverantwortlichen in Griechenland wollen endlich mit der seit vielen Jahren diskutierten Saisonverlängerung ernst machen.

Der Weg ist noch weit

Bislang gab es nur gegenseitige Schuldzuweisungen: Die Veranstalter steuerten lieber auf andere Zielgebiete, die Flüge starteten zu spät und endeten zu früh in der Saison, die Hoteliers sowie die Tavernen- und Shop-Inhabern klappten Ende Oktober schon die Bürgersteige hoch. Rhodos und die Inseln der südlichen Ägäis versuchen es nun über Sport und Events in der Nebensaison. Man müsse einfach mal anfangen und die ersten Schritte gehen, sagte die Vize-Gouverneurin Marietta Papavasileiou. Aber, das zeigten die Diskussionen und auch unser Eindruck vor Ort: Bis die Saison so lang ist wie früher und sich auf Rhodos im Winter so viele Urlauber tummeln wie auf Mallorca, ist es noch ein weiter Weg.

Viele Schritte gingen wir auch mit den Reisebüros: Auf unseren Besichtigungen und zu den Abendessen in der Stadt Rhodos. Der touristische Aufschwung beflügelte die Diskussionen auf dem Workshop-Tag: Sehr lebhaft äußerten griechische und deutsche Touristiker ihre Meinung. Und noch etwas erlebten wir: Auch wenn die Urlaubsmaschinerie wieder auf Hochtouren läuft – die Gastfreundschaft ist ausgeprägt wie eh und je.

Wie sehen Sie die Zukunft des Griechenland-Tourismus, welche Eindrücke nehmen die Workshop-Teilnehmer mit nach Haus? Ich bin gespannt auf Ihre Kommentare!

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