Home

Digital

Social Media Marketing (0)

Erfolgsgeheimnisse für die Reichweite

von Georg Kern, 12.06.2017, 08:21

Pinterest, Instagram und Flickr hin oder her: Facebook bleibt das beliebteste soziale Netzwerk. Doch wie postet man am besten, um möglichst viele Likes, Shares oder Kommentare zu bekommen und seine Reichweite zu erhöhen?

Digital auf der Höhe der Zeit?
Foto: Sutterstock

Tipp 1: Zeigt her Eure Gesichter

Während früher vielleicht noch einfache Angebots-Postings viele Reaktionen hervorriefen, sind es heute vor allem Bilder – am besten Selfies und moderierte Videos. „Solche Beiträge transportieren ein Stück Persönlichkeit, und Persönlichkeit funktioniert gut auf Facebook“, sagt Martin Widenka, Head of Social Media bei Thomas Cook. Die Fotos und Videos müssten keineswegs professionell produziert sein. Im Gegenteil: „Mit dem Smartphone geht das heute relativ unkompliziert, und es vermittelt besonders authentische Eindrücke.“ Sein Tipp: Wegen der kurzen Aufmerksamkeitsspanne auf Facebook sollten die Videos nicht zu lang sein. „30 bis 60 Sekunden sind optimal.“

Tipp 2: Mehrwert bieten

Beiträge mit Mehrwert führen zu besonders viel Interaktion. Um solche Postings zu erzeugen, eignen sich Info-Reisen besonders gut: Nehmt eure Fans in ein schickes Hotel mit, das sie sonst nicht von innen sehen würden. Oder zeigt ihnen etwas hinter den Kulissen, das nicht im Katalog steht. Es spreche zwar auch nichts gegen schlichte Info-Posts, sagt Widenka. Aber auch sie sollten Mehrwert bieten: „Zum Beispiel ein Post, der auf neue Flugverbindungen ab dem nächstgelegenen Flughafen hinweist.“

Tipp 3: Persönliches

Der Reisebüro-Trainer René Morawetz weist auf dem Blog reisenviernull.de aber auch darauf hin, dass man es mit Persönlichem auf Facebook übertreiben kann. „Das Baby des Chefs, der Hund des Expis und die schöne Torte, die der Praktikant zum Abschied gebacken hat, sind für Ihre Kunden nicht automatisch von brennendem Interesse.“ Zu viel Persönliches berge die Gefahr, dass aus externer Kommunikation interne werde und sich der Kunde nicht mehr zugehörig fühle.

Stefan Siemon (links), Social Media Manager bei TUI, und Martin Widenka, Head of Social Media bei Thomas Cook
Foto: PR

Tipp 4: Am Ball bleiben

Wer sich für einen Facebook-Auftritt entscheidet, sollte dafür sorgen, dass dort auch regelmäßig etwas geschieht. Zu viele Posts können aber auch nerven. Faustregel daher: Mindestens einmal die Woche etwas posten, aber maximal dreimal am Tag. „Unsere Erfahrung zeigt, dass der Erfolgswert mit drei bis vier Postings pro Woche am höchsten ist“, sagt Stefan Siemon, Social Media Manager bei TUI. Regelmäßig etwas Interessantes zu posten, sei sicher eine Herausforderung. Siemons Tipp: „Expis könnten auf Inforeisen einige Selfies und Videos auf Vorrat machen.“ Gute Postings ließen sich aber auch schon mit deutlich weniger Aufwand erzeugen: „Einfach mal zu einer Sehenswürdigkeit in der Nähe des Reisebüros gehen und dort ein Selfie machen.“ Mit einem netten Kommentar versehen, könne das auch zu vielen Reaktionen führen. In jedem Fall sollten die Erwartungen an Facebook zunächst nicht zu hoch gesteckt werden, erläutert Siemon. „Gutes Posten ist auch Übungssache.“ Für die Kundenbindung eigne sich Facebook aber bestens. „Und das kann dann erfahrungsgemäß auch schnell zu Buchungen führen.“

Tipp 5: Interaktion

„Wenn Sie sich dafür entscheiden, auf Facebook aktiv zu werden, stellen Sie sicher, dass Sie auf Posts der User reagieren“, sagt Widenka. Zudem sei es empfehlenswert, möglichst zügig zu antworten. „Das motiviert, vermittelt Wertschätzung und stärkt die Kundenbindung.“ Schön ist auch, wenn man die Inhalte seiner Kunden teilen kann – sie haben ja möglicherweise schmucke Urlaubsfotos auf Ihrem Facebook Account hochgeladen. Facebook-Interaktion ist keine Einbahnstraße.

Tipp 6: Diskussionen moderieren

Sollte es einmal zu schwierigen Diskussionen kommen mit einem Nutzer, dann reagieren Sie mit Sachlichkeit und Fingerspitzengefühl. Man sollte stets professionell bleiben. „Eine gute Maxime vor einem Eintrag in den sozialen Medien ist, sich zu fragen, ob man gut damit leben und dahinter stehen könnte, wenn der Beitrag auf der Titelseite einer großen Tageszeitung abgedruckt wird“, so Widenka.

Tipp 7: Aktualität

Gut ist, schnell zu berichten – oder sogar live. Dazu kann man die Funktion „Facebook Live“ nutzen. Hierzu öffnet man die App von Facebook auf dem Smartphone und drückt auf das Feld „Was machst Du gerade?“ Im sich öffnenden Menü die Funktion „Live-Übertragung starten“ auswählen. Keine Sorge, bevor etwas auf dem eigenen Facebook-Account live geht, muss man noch Angaben zum Video machen. Es kann also nichts aus Versehen gesendet werde, nur weil man einmal auf „Live-Übertragung starten“ drückt.

Tipp 8: Budget

Mit den eigenen Facebook Posts erreicht man vor allem eigene Fans und deren Freunde. Es gibt jedoch noch viel mehr Facebook-Nutzer, für die Ihr Posting interessant sein könnte. Experten empfehlen deshalb, auch mal ein wenig Geld in die Hand zu nehmen und ein Posting zu bewerben. „Wenn man es mit dem Facebook-Marketing ernst meint, sollte man schon ein bisschen investieren“, sagte Michael Faber, Social-Media-Experte und Reisebüro-Inhaber, kürzlich auf dem DRV-Reisebüro-Tag in Frankfurt. Seinen Angaben zufolge verbringt er rund zweieinhalb Stunden wöchentlich auf Facebook für berufliche Zwecke.

0 Leser-Kommentare

Google Xing
Vorherige Nächste