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Bahn gewinnt – TUI verliert

von Evelyn Sander, 26.07.2017, 14:01

Welche Branchen sind bei Schülern für den Jobeinstieg am beliebtesten? Der öffentliche Sektor überholt die Automobilhersteller und ist die neue Nummer eins, die Tourismusbranche schwächelt. Doch einzelne Unternehmen holen auf.

Mit dem Girls Day und anderen Aktionen konnte die Deutsche Bahn bei Schülern punkten: Der Konzern wird beim Nachwuchs immer beliebter.
Foto: Deutsche Bahn AG

Jahrelang war die Automobilindustrie unter den beliebtesten Branchen die Nummer eins bei Schülern, jetzt sucht der Nachwuchs vor allem Sicherheit: Der Öffentliche Dienst ist erstmals die beliebteste Branche, so die jährliche Umfrage des Trendence-Instituts unter 20.000 Schülern. 25 Prozent wollen demnach im Öffentlichen Dienst anfangen, dagegen kommen die Automobiler auf 21 Prozent, es folgen Handel (16 Prozent) und Konsumgüter (15 Prozent). Die Branche Tourismus und Logistik landet mit neun Prozent auf dem fünften Platz und hat im Vergleich zum Vorjahr an Attraktivität verloren.

Bei der Frage nach den 100 beliebtesten Arbeitgebern bleibt die Polizei im Ranking an der Spitze, gefolgt von Adidas auf dem zweiten und der Bundeswehr auf dem dritten Platz. Die Mehrheit der Automobiler muss 2017 große Einbußen in der Gunst der Bewerber hinnehmen. BMW beispielsweise verliert ein Viertel seiner Bewerber, ergibt die Umfrage unter Schülern von der 8. bis 13. Klasse.

Lufthansa schafft es laut Trendence-Ranking mit dem 10. Platz knapp in die Top Ten. Weitere gute Platzierungen sind Air Berlin (15.), Deutsche Bahn und Hilton Hotels (beide 24.). Das Mittelfeld der Top 100 Arbeitgeber erreichten DER Touristik (41.), TUI (42.), Accor Hotels (44.), Thomas Cook (46.) und Fraport (54.).

Im Vergleich zum Vorjahr zählen die Deutsche Bahn und Accor Hotels zu den größten Gewinnern 2017: So verbesserte sich Accor Hotels im Ranking deutlich vom 56. auf dem 44. Platz, die Bahn kletterte sieben Plätze weiter nach oben und Thomas Cook konnte seine Position im Ranking um sechs Plätze verbessern. Dagegen verloren andere große Veranstalter in der Gunst der Schüler: TUI rutschte sechs Plätze ab, DER Touristik büßte fünf Plätze in der Beliebtheitsskala ein.

Dabei spiegelt die Umfrage auch eine steigende Unsicherheit wider: 30 Prozent der Schüler wissen demnach noch nicht, was sie nach ihrem Schulabschluss machen wollen. Das sind zehn Prozent mehr als im Vorjahr. „Der Wunsch nach Orientierung und Unterstützung bei der Berufswahl ist enorm groß“, sagt Trendence-Chef Holger Koch. Vier von fünf Schülern sprechen viel mit ihren Eltern über die berufliche Zukunft, 44 Prozent fordern mehr Berufsorientierung von ihren Schulen, obwohl bereits zwei Drittel der Schulen viele Veranstaltungen zum Thema anbieten.

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