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Priceline/Booking (0)

1,3 Mrd. Euro für Online-Marketing

von Klaus Hildebrandt, 21.02.2014, 08:46

Das US-Portal Priceline, zu dem auch Booking.com und Kayak gehören, steigert stark Umsatz und Gewinn. Der Geschäftsbericht enthält weitere interessante Daten.

Darren Huston, Chef der Priceline Group, ist Großkunde bei Google.
Foto: fvw/Klaus Hildebrandt

Seit Jahresanfang führt der frühere Booking-Chef Darren Huston als President und CEO die US-Muttergesellschaft Priceline Group mit Sitz in Norwalk/Connecticut – und kann gleich stolze Ergebnisse für 2013 vermelden. An denen hatte Hotelvermittler Booking.com allerdings großen Anteil. Ebenso wie andere US-Portale wie Expedia, Orbitz, Home Away und Trip Advisor (siehe auch Link unten) verzeichnete auch Priceline ein ausgezeichnetes viertes Quartal, das die Jahresergebnisse nochmal aufbesserte.

„Wir beendeten das Jahr mit einem starken vierten Quartal mit höheren Hotel-, Flug- und Mietwagenumsätzen“, sagte Huston. Das Geschäft habe sich weltweit sehr gut entwickelt, aber besonders die USA seien derzeit ein „gesunder Markt“. Anders als Expedia, für die die USA immer noch der mit Abstand wichtigste Markt ist, ist Priceline wegen der Hotelportale Booking mit Hauptsitz in Amsterdam und Agoda (Asien) vor allem außerhalb Nordamerikas stark. Durch eine TV-Kampagne für Booking in den USA und Kanada sowie mit den Websites Priceline und Rentalcars.com holt die Gruppe aber auch in ihrem Heimatmarkt auf.

Für 2013 meldet die Priceline Group einen vermittelten Umsatz von 39 Mrd. US-Dollar (28 Mrd. Euro), der Erlös stieg um 29 Prozent auf 6,8 Mrd. Dollar. Vom Erlös entfielen 4,4 Mrd. Dollar auf Vermittlungsprovisionen (Booking arbeitet nach dem Agenturmodell), 2,2 Mrd. Dollar auf „Merchant Revenues“, also Margen bei Geschäften, in denen das Unternehmen als Händler auftritt. Durch den Zukauf des Meta-Searchers Kayak sei die Verbreitung der eigenen Websites gestiegen.

Nettogewinn wächst um ein Drittel

Der Nettogewinn stieg gegenüber dem Vorjahr um 32 Prozent auf stolze 1,9 Mrd. Dollar (1,4 Mrd. Euro). Insgesamt vermittelte die Gruppe 271 Mill. Hotelreservierungen, 37 Prozent mehr als im Vorjahr. Und noch einige weitere interessante Details enthält der Geschäftsbericht: So gab die Gruppe 1,8 Mrd. Dollar (1,3 Mrd. Euro) für Online-Marketing aus. Booking und Priceline gelten als einer der größten Kunden überhaupt von Google, alleine Booking lässt jährlich über eine Milliarde Dollar bei der Suchmaschine. Booking wirbt aber nun auch verstärkt in anderen Medien wie dem TV, um besonders in den USA die Markenbekanntheit zu erhöhen und die Abhängigkeit von Google zu verringern.

In das Jahr 2014 sei man „solide gestartet“, so Huston. Für das erste Quartal wird ein Buchungszuwachs von 23 bis 33 Prozent erwartet. Außerdem investiere man in die Erweiterung des Angebots. Booking zum Beispiel vermittelt neben Hotels zunehmend Ferienwohnungen und kleinere Pensionen.

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